Fast ein komplettes Jahr bin ich jetzt auf Linux und bin im GroĂen und Ganzen glĂŒcklich mit meinem Wechsel. Aber trotzdem gibt es immer wieder Momente, in welchen ich darĂŒber nachdenke, was ich bei Linux im Vergleich zu Windows vermisse.
Dabei geht es hauptsĂ€chlich um Multimedia und Gaming. Meine RTX 3080 funktioniert zum Gamen ganz gut. Einzig das Turbinenproblem lĂ€sst sich unter Linux nicht so leicht lösen. Die RTX 3080 Founder Edition wurde von Nvidia an ihr Limit konfiguriert, so dass sie unter Volllast das Dröhnen eines Flugzeugs von sich gibt. Unter Windows kann man mit MSI Afterburner die Spannung geringfĂŒgig verringern und reduziert damit Stromverbrauch und Hitzeentwicklung deutlich. FĂŒr einen Leistungsverlust von 1%. Unter Linux erlaubt der Treiber solche Einstellungen nicht. Ich kann nur die Stromaufnahme begrenzen, was aber mehr als 1% Leitung kostet.
Aber auch andere Nvidia Features gehen unter Linux nicht. RTX Voice und RTX Hintergrundentfernung gibt es nicht. Gerade die Entfernung der HintergrundgerÀusche funktioniert verdammt gut, aber nur unter Windows. Dazu hat auch OBS seine Probleme mit Linux. Browserquellen sind immer wieder ein Problem und Game Capture funktioniert auch nicht so zuverlÀssig wie unter Windows.
Und die Spiele laufen natĂŒrlich quasi automatisch, dank GeForce Experience auch mit optimalen Einstellungen. Es ist alles etwas runder bezĂŒglich Grafikkarte, Gaming und Streaming. Da kommt bei mir eben die Frage auf, ob ich nicht doch wieder auf Windows setzen sollte. Immerhin erspare ich mir damit einigen Ărger. Bis die Affinity Suite 2 Programme liefen war das schon ein gefrickel. Und sie laufen, aber nicht gerade stabil.
Und dann muss ich wieder nach ZĂŒrich ins BĂŒro. HierfĂŒr verwende ich das HP Elitebook, welches mir mein Arbeitgeber zur VerfĂŒgung stellt. Im Home Office nutze ich meinen PC. Und dann sitze ich da vor Windows 11, immerhin Pro, und bemerke die vielen Kleinigkeiten, welche auch hier nicht so geil sind. Angefangen beim Bluetooth, welches mit meinen beiden Headsets Probleme hat und die nur sporadisch oder teilweise verbindet. Teilweise heiĂt, ich höre nichts oder kann nicht verstanden werden. Trotz richtiger Einstellungen. Gnome gewinnt keinen Schönheitspreis, aber immerhin ist die DesktopoberflĂ€che in sich konsistent. Die GUIs sind fast alle nach der selben Logik aufgebaut, was man bei dem StĂŒckwerk seit Windows 8 nicht behaupten kann. Hier sieht inzwischen alles etwas anders aus und folgt unterschiedlichen Bedienkonzepten.
Am Abend bin ich dann froh, wenn ich das Notebook zuklappen und weglegen kann. So wichtig sind mir dei fehlenden Sachen bei Linux auch nicht. Oder ich habe bereits Àhnlich gute Alternativen gefunden.