50,1 %, dass ist der Anteil an Arbeitszeit, welche ich in der Schweiz verbringen muss. Immerhin auf das Jahr gerechnet auf die Arbeitszeit. Trotzdem muss ich im Durchschnitt mindestens. 21,1 Stunden pro Woche in der Schweiz arbeiten, sonst bekomme ich Probleme mit der Sozialversicherung. GlĂŒcklicherweise wohnen meine Eltern an der Schweizer Grenze, weshalb ich nicht jeden Arbeitstag im BĂŒro die komplette Strecke pendeln muss.
Ich habe jetzt fĂŒr die nĂ€chsten Wochen meine Arbeitstage in der Schweiz geplant und es sind, bedingt durch Firmenevents, Vor-Ort-Terminen, Einarbeitung und privaten Terminen doch einige Tage, in welchen ich nicht zu Hause bin. Also dort, wo mein Gaming-PC steht. Eines meiner gröĂten Hobbies, wie ihr wisst. Und wenn ich zu Hause bin, dann möchte ich die Zeit gerne mit meiner Freundin verbringen. Immerhin sehe ich auch sie mehrere Tage nicht. Eine ZwickmĂŒhle fĂŒr mich.
Klar, ich habe noch einen Nintendo Switch, mit welcher ich zocken könnte. Aber ich bin mehr der PC Gamer, meine Hauptspiele - aktuell Destiny 2 - sind auf der Switch nicht verfĂŒgbar. Auch wenn es fĂŒr Nintendos Konsole viele gute Spiele gibt wĂŒrde ich lieber dort weitermachen, wo ich zu Hause am PC aufgehört habe. Dazu habe ich noch ein paar PC Games offen, die ich noch gerne Spielen möchte, Anno 1800 als Beispiel genannt. Schwierig auf der Nintendo Switch.
Von der Tatsache abgesehen, dass ich auf meinem beruflichen Notebook keine Games installieren sollte, wĂŒrde dieses aber auch nicht genug Leistung bieten. FĂŒr einen BĂŒrojob, in welchem ich hauptsĂ€chlich mit Office Produkten, Jira und Confluence arbeite ist das nicht notwendig. Aber was sind die Alternativen? Cloud Gaming kommt einem da in den Sinn. Aber hier macht mir der Preis und die Fragmentierung einen Strich durch die Rechnung. Xbox Cloud Gaming will einen Controller und bietet nur eine spezielle Bibliothek, Geforce Now ist teuer und auch eingeschrĂ€nkt. Auf mobilen GerĂ€ten gehen Spiele ohne offizielle ControllerunterstĂŒtzung nicht, auf dem PC muss die Verbindung stabil sein. Stabiler, als es lokales Online-Gameplay sein muss.
Ich habe aber wenig Lust, mitten im Spiel aus einer Partie Anno 1800 geworfen zu werden. Und wenn ich bei einem Strike oder beim Rumrennen ĂŒber die Map bei Destiny 2 einen Disconnect habe, dass ist das weniger schlimm - die Verbindung ist nach wenigen Sekunden wieder da und ich kann mich wieder einloggen. Noch sind wir beim Cloud Gaming nicht an dem Punkt, an welchem ich es als dauerhafte Option zum ernsthaften Zocken sehe. Zumal ich ausrechnen mĂŒsste, wie lange meine 82 GB Datenvolumen im Roaming in der Schweiz fĂŒr das Gamestreaming ausreichen wĂŒrden. Laut kurzer Onlinesuche irgendwas zwischen fĂŒnf und acht Stunden. Ohne, dass ich mit dem Smartphone etwas anderes mache. Wenig befriedigend.
Die letzte Option? Ein GerĂ€t zum Zocken unterwegs. Zwei Möglichkeiten bestehen hier: Die Gaming Handhelds, wobei das Steam Deck von Valve leider wegen Linux fĂŒr mich nicht in Frage kommt - zu viele meiner Spiele laufen darauf nicht. Bleiben noch das Asus ROG Ally und das Lenovo Legion Go als sinnvolle Möglichkeiten. Ersteres sieht nicht nur schlecht aus, es ist auch schlecht konstruiert und verbrennt SD-Karten. Das Legion Go ist vergleichsweise klobig und schwer, dafĂŒr kann man die Kontroller abnehmen und hat sogar eine Maus.
Trotzdem sind das wieder extra GerĂ€te, welche ich rumschleppen und laden muss. Aktuell fĂŒr mich die attraktivste Option ist deshalb ein Gamingnotebook. Da wir auf der Arbeit BYOD, also die Verwendung eigener GerĂ€te, erlaubt haben, könnte ich auf die Mitnahme meines Arbeitsnotebooks verzichten, hĂ€tte also weiterhin nur ein GerĂ€t (plus Kindle und Smartphone) dabei. Zocken wĂ€re damit auch problemlos möglich. Auf der anderen Seite sind Gamingnotebooks teuer und ich mache mir etwas Sorgen ĂŒber die LautstĂ€rke. Das Notebook wĂŒrde dann auch meinen Acer Swift 1 ersetzen, welche - auf Kosten der Leistung - gar keine LĂŒfter hat und damit keine GerĂ€usche erzeugt. Im Zug oder auf dem Sofa hĂ€tte ich ungern ein Flugzeug vor mir, von der LautstĂ€rke her.
Mir scheinen die Gamingnotebooks von Mifcom ein gutes Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis zu haben. Dummerweise kann man gerade diese nicht lokal ausprobieren, da Mifcom nur bei MĂŒnchen einen Store hat. Eventuell bestelle ich mir ein GerĂ€t und teste dies eine Woche aus. Hier bin ich mir noch unsicher.