ATTACK SHARK X3 MAX ersetzt Logitech G PRO X SUPERLIGHT

Logitech GerĂ€te begleiten mich schon seit den AnfĂ€ngen meines PC Hobbies. Nicht problemlos, aber die Leistung war fĂŒr den Preis okay. Deshalb hatte ich mich vor 1,5 Jahren fĂŒr die Maus Logitech G PRO X SUPERLIGHT entschieden. Ein Fehler, wie ich jetzt merken musste.

Die QualitÀt passt nicht zum Preis

Die Logitech G PRO X SUPERLIGHT\ ist keine gĂŒnstige Maus gewesen. Bei Amazon hatte ich im August 2023 knapp 112 Euro fĂŒr den Zeigerschupser auf den Tresen gelegt. Sie liegt gut in der Hand, sie ist recht leicht und sauber verarbeitet, zumindest außen. Details dazu könnt ihr meinem damaligen Testbericht entnehmen: [Logitech G PRO SUPERLIGHT]({{< ref "20230927_logitech-g-pro-superlight.md" >}})

Bei meinen frĂŒheren MĂ€usen von Logitech ist nach einer gewissen Nutzungsdauer immer das berĂŒchtigte Doppelklicken aufgetreten. Eine Abnutzung des Schalters der Maustaste sorgte dafĂŒr, dass ein Klick als zwei Klicks registriert wurden und die Maus deshalb Doppelklicks auslöste. Dank optischer Schalter sollte das bei der SUPERLIGHT nicht mehr auftreten und ich war optimistisch, dass Logitech damit die letzte Schwachstelle ihrer MĂ€use entfernt hat.

Aber wir wĂ€ren ja nicht Logitech, wenn wir zur bescheidenen Software nicht irgendwo in der Hardware eine Sollbruchstelle hĂ€tten. Bei der Logitech G PRO X SUPERLIGHT\? Das Mausrad. Inzwischen finden sich viele Berichte im Internet, die von einem Springen des Mausrads sprechen. Und meine tut das auch. Ich scrolle nach unten und kann dann beobachten, wie die Zeilen zufĂ€llig mal hoch- oder runterspringen. Verbessern lĂ€sst sich das, wenn man die Maus umdreht und schnell ĂŒber das Mauspad scrollt. Aber weg ist es nicht und wird schnell wieder schlimmer. Der Sensor des Scrollrads ist wohl nicht gut geschĂŒtzt verbaut und verdreckt leicht.

Den Service muss man suchen

Nach kurzer Suche im Internet war mir klar, das ist ein Konstruktionsfehler seitens Logitech. Eine lĂ€nger anhaltende Lösung wĂ€re es, die Maus aufzuschrauben und den Sensor von Hand zu reinigen. Bei einer Maus fĂŒr ĂŒber 110 Euro erwarte ich aber, dass ich nach unter zwei Jahren nicht daran rumschrauben muss. Ich habe auch noch Garantie, sollen sich andere um das Problem kĂŒmmern und merken, dass sie hier einen Fehler gemacht haben.

Nur wer? Bei Amazon im Kundenkonto wird man direkt auf Logitech verwiesen. Irgendwelche Links fĂŒhren zu irgendwelchen Seiten von Logitech, auf denen man keine Hilfe findet. Sucht man bei Logitech landet man irgendwann - nach Anmeldung - in einem Chat. Mit etwas List und TĂŒcke schleicht man sich am Chatbot vorbei zu einem echten Menschen, sucht wie bescheuert die Seriennummer (unter der runden Abdeckung versteckt) und bekommt dann mehrere Quests (anderer PC, anderes Betriebssystem, Treiber aktualisieren, Software, ...). Alles schon erledigt und der Mitarbeiter ging mehrere Minuten in die PrĂŒfung. Klar, er muss den Questreward berechnen und beschaffen.

Pustekuchen. Ich solle mich an Amazon als meinen HĂ€ndler wenden. Auf meine Antwort, dass Amazon mich zu Logitech geschickt hatte, kam noch ein letzter Tipp zur Quest: Gehen sie bei Amazon in den Chat. Die Quest entpuppte sich dann als ein Labyrinth im Amazonas. Irgendwann hab ich den Chat dann aber gefunden und Amazon nur so: Wenden Sie sich an Logitech. Hab ich gemacht! Gut, dann ist die Maus Schrott. Einmal die Maus zurĂŒckschicken bitte, das Geld wird aufs Konto zurĂŒckerstattet.

Ein Ersatz muss her

Die Maus geht also zurĂŒck und ich darf mich selbst um einen Ersatz kĂŒmmern. Die gleiche Maus kostet aktuell unter 100 Euro, aber ich bin ja nicht so doof und kaufe den gleichen Mist nochmal. Der Nachfolger, die Logitech G PRO X SUPERLIGHT 2 LIGHTSPEED\? Lightspeed ist inzwischen integriert und kein kostenpflichtiges Zusatzteil mehr? FĂŒr meine habe ich mir die Ladestation noch selbst gebastelt. Ich bin aber eher ein Bob Andrews und meine Recherchen zeigten, das Mausrad hat beim neuen Modell den selben Konstruktionsfehler.

Also eine Alternative gesucht. Inzwischen gibt es echt viele leichte MĂ€use auf dem Markt. Zuerst bin ich auf die MĂ€use Maya und Inca von Lamzu und Sora V2 von Ninjutso gestolpert. Die Maya war schnell raus - unten offen und nur als orangene Fnatic Version\ verfĂŒgbar. Das Problem bei der Inca und der Sora V2? Nicht in Deutschland direkt bestellbar. Damit ist die Garantie eingeschrĂ€nkt, ebenso die Möglichkeit zur RĂŒcksendung bei Nichtgefallen. Dazu kommen zum Preis von ĂŒber 100 Euro noch Versandkosten von 10-20 Euro und vermutlich noch Zoll und Einfuhrumsatzsteuer. Da kaufe ich die Katze sicher nicht im Sack.

Ich habe mich also durch Tests und YouTube Videos gewĂŒhlt. Irgendwann dann ein Video, dass von einem Chinahersteller gesprochen hat: ATTACK SHARK. Klingt schon nach AliExpress und war es wohl auch. Inzwischen hat sich die Marke aber etabliert und ist auch ĂŒber Amazon in Deutschland verfĂŒgbar. Sie haben eine eigene Webseite und scheinen sehr produktiv zu sein, zumindest wenn man die gefĂŒhlt 50 verschiedenen Tastaturmodelle betrachtet. Bei den MĂ€usen ist die Auswahl geringer. Die Bewertungen waren gemischt, aber nach dem Motto: Von Maus zu Maus steigert sich die QualitĂ€t und ist inzwischen sehr gut.

ATTACK SHARK X3, X3 PRO oder X3 MAX?

Also habe ich mich bei ATTACK SHARK umgesehen und die X3 als gute Option erkannt. Und natĂŒrlich gibt es auch hier mehrere Modelle. Die X3, die X3 Pro und die X3 MAX. Die Pro kann mit 8000 Hz statt 1000 Hz das Signal ĂŒbertragen, die MAX wieder nur mit 1000 Hz, dafĂŒr ist der neuste Sensor von Pixar verbaut und optische statt mechanische Taster. Der Sensor ist mir sowas von egal, da merkt man seit 10 Jahren keinen Unterschied mehr. Aber die optischen Taster waren mir wichtig. Erinnerst du dich? Doppelklicks? Und 8000 Hz? Kostet viel Strom und bringt in meinem Alter nichts. Ich brauche knapp 150ms, um auf ein Ereignis auf dem Bildschirm zu reagieren. Da macht eine Millisekunde mehr auch keinen Unterschied.

Die optischen Schalter und der bessere Sensor haben die höhere Übertragungsrate also geschlagen und ich habe mich fĂŒr die ATTACK SHARK X3 MAX\ entschieden. Preislich liegt die X3 MAX mit 63 Euro auch zwischen der X3 (52 Euro) und der X3PRO (82 Euro) und ist am Ende nur halb so teuer und 10 Gramm leichter als die Logitech G PRO X SUPERLIGHT 2 LIGHTSPEED. Die Maus wurde bestellt und ist gestern angekommen. Ich werde sie jetzt ein paar Wochen testen und dann hier mein Fazit veröffentlichen.